Was ist asexuelle Fortpflanzung bei Pilzen

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Fortpflanzung
Pilze können sich sowohl geschlechtlich (sexuell) als auch ungeschlechtlich (asexuell) fortpflanzen. Pilze, deren sexuelle Fortpflanzungsform bekannt ist, werden als Fungi perfecti bezeichnet. Ist nur die asexuelle Fortpflanzungsform bekannt, werden Pilze den Fungi imperfecti zugeordnet. Zu ihnen gehören die meisten humanpathogenen Pilze.

Asexuelle Fortpflanzung
Bei Pilzen ist ungeschlechtliche Fortpflanzung häufig. Sie kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen. Zum Beispiel durch

Zellteilung
den Zerfall der Hyphen in Fragmente
Sprossung (z.B. bei Sprosshefen)
die Bildung von Konidien (asexuellen, mitotisch gebildeten Sporen).
Pilzsporen sind besonders resistent und überdauern auch ungünstige Umweltbedingungen. Sie können durch Luftströme über weite Strecken transportiert werden und so die Ausbreitung des Pilzes sicherstellen.

Sexuelle Fortpflanzung
Die sexuelle Fortpflanzung von Pilzen lässt sich in drei Stadien unterteilen: Plasmogamie, Karyogamie und Meiose. Auf die Fusion des Zellplasmas (Plasmogamie) folgt die Verschmelzung der Zellkerne (Karyogamie); es entsteht eine diploide Spore (Zygote). Sie kann auskeimen und diploide, vegetative Zellen bilden. Neue haploide Sporen entstehen in diesem Fall erst durch spätere Reduktionsteilungen.

Die Reduktionsteilung kann aber auch bereits im Stadium der Zygote (Zygotenmeiose) stattfinden. Aus der Zygote entstehen dann haploide Sporen, die nach dem Auskeimen haploide vegetative Zellen bilden.

Es ist bei Pilzen also nicht nur ein Wechsel zwischen geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung möglich, sondern auch ein Wechsel zwischen haploiden und diploiden Organismen.